Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik, notice: 1,0, Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven; Standort Wilhelmshaven, Veranstaltung: Allgemeine Betriebswirtschaftslehre Gesundheitsökonomie, 23 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, summary: Es gibt keine zwei Gesundheitssysteme, deren agency, Leistungsangebot und Finanzierung gleich wären. Dabei variieren die Ansprüche auf Leistungen, deren Ausgestaltung und Finanzierung, die Regelungen der Kostenübernahme sowie die Zuzahlungsregelungen der Patienten nicht nur zwischen den einzelnen Ländern erheblich, sondern sind teilweise auch im jeweiligen Land von Jahr zu Jahr unterschiedlich. Insbesondere durch die Vielzahl der Einflussfaktoren auf Gesundheit (z. B. Ernährung, Bewegung, soziale Kontakte, Arbeitswelt und medizinische Leistungen) ist es schwierig, exakt zu bestimmen, was once ein Gesundheitssystem ist, woraus es besteht, wo es beginnt und wo es endet. Die weit gefasste Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von Gesundheit, die als „state of whole actual, psychological and social good- beein and never basically the absence of illness or disease“ beschrieben wird, hilft kaum weiter.
Aufgrund der Vielzahl differenzierter Einzelinformationen der verschiedenen europäischen Gesundheitssysteme und bedingt durch das drawback, sie durch ständige Wandelungen zu keinem Zeitpunkt vollständig erfassen zu können, kann eine Systembeschreibung kaum mehr als eine Momentaufnahme sein, deren Vergleichbarkeit in einem Nebeneinander ohne wirklichen Zusammenhang bliebe.
Um dennoch eine vergleichende, überschaubare Bewertung der Gesundheitssysteme zu erzielen, habe ich in der vorliegenden Arbeit Klassifizierungen vorgenommen. Dabei beschränkt sich der Vergleich, der Übersichtlichkeit wegen, auf einige ausgewählte Länder, die beispielhaft die wichtigsten Unterschiede verdeutlichen.
Zu Beginn dieser Arbeit gehe ich zunächst auf die jedem europäischen Gesundheitssysteme zugrunde liegenden Gemeinsamkeiten ein, gegliedert in deren Grundwerte und Herausforderungen. Aus diesem Zusammenhang heraus werden die unterschiedlichen firms- und Finanzierungsformen der Länder vorgestellt, wobei ich diese dem jeweils vorherrschenden procedure- Modell zuordne.